Gaisenhaus gewinnt 1. Platz der Praktissima 2020!

Das Gaisenhaus hat dieses Jahr das erste Mal bei der Praktissima, der jährlichen Preisausschreibung des Bundesverbands der Mütterzentren e.V., mitgemacht und gleich den 1. Platz gewonnen. Als Bewerbung hat es ein Brettspiel namens „Rolle vorwärts“ eingeschickt, dass das Team mit Ehrenamtlichen und Besucher*innen gemeinsam entwickelt hat. Dank des Preisgeldes in Höhe von 5.000,-€ kann das Gaisenhaus nun selbst eine „Rolle vorwärts“ machen.

„Das Spiel ist toll! Das würde ich am liebsten gleich mit meinen Studentinnen und Studenten ausprobieren“, sagt Professorin Helga Krüger-Kirn von der Philipps- Universität Marburg in ihrer Laudatio für das Stadtteil- und Familienzentrum Gaisenhaus. Das Gaisenhaus hat den ersten Platz des Praktissima-Preises des Bundesverbands der Mütterzentren e.V. gewonnen. Das Thema in diesem Jahr lautete: „Mütterlichkeit hat kein Geschlecht“. Gerade in Zeiten von Corona ist deutlich geworden, dass Sorgearbeit fairer zwischen den Geschlechtern verteilt und aufgewertet werden muss. Der Bundesverband wollte wissen, wie die einzelnen Zentren mit dem Genderthema umgehen.

Überzeugt hat das Gaisenhaus die Jury mit einem ungewöhnlichen Format – einem Brettspiel. Das Spiel „Rolle vorwärts“ überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch mit seiner Aufmachung, die so professionell von … (evtl. Name einsetzen) einer Besucherin des Gaisenhauses gestaltet wurde, dass es gleich in Serie gehen könnte.

Worum geht es bei „Rolle vorwärts“? Dazu die Leiterin Katharina Ockert: „Um ein besseres Leben für Familien, egal in welcher Konstellation. Um mehr Verständnis für die Hürden, vor denen frisch gebackene Mütter und Väter stehen, aber um ihre Rechte, die sie natürlich nur in Anspruch nehmen können, wenn sie die auch kennen.“ Neben den Spielfiguren gibt es drei Kartenstapel: Fragekarten zu familienrelevanten Themen, Schicksalskarten und Sternkarten.

Im Lauf des Spiels werden die Mitspielenden unversehens in verschiedene Situationen hineingeworfen. Wie im richtigen Leben. Sich in andere hineinversetzen, aber auch darüber reflektieren, warum wir z.B. an traditionellen Rollen festhalten, ist eine erwünschte Nebenwirkung von „Rolle Vorwärts“. Schließlich ist das Ziel, für das sich das Gaisenhaus im eigenen Zentrum, aber auch politisch einsetzt: Familien- und Erwerbsarbeit gerecht und nach individuellen Wünschen untereinander aufteilen zu können.

Der erste Preis für das Gaisenhaus ist mit 5.000 Euro dotiert. Den zweiten Preis von 3.000 Euro erhielt das Mütterzentrum Ingelheim für ein Buch aus Fotomontagen, welches den Rollenwechsel sicht- und greifbar macht. Der dritte Platz von 2.000 Euro ging an das ZenJA aus Langen für eine mit Bildern illustrierte, sehr reflektierte Umfrage unter Vätern zum Thema Mütterlichkeit.

Die Preisverleihung fand am 27.11.20 auf dem digitalen Bundesverbandstreffen der Mütterzentren statt und wurde musikalisch von Sophia Wahnschaffe begleitet.

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